
Die LINKE Kreistagsfraktion in Warendorf nimmt die Vorbehalte der Bürgerinnen und Bürger gegen die geplante Förderung unkonventioneller Erdgasvorkommen ernst. Daher baten sie den Landrat um die Beantwortung einiger Fragen zu diesem Thema.
1. Wurde der Kreis in irgendeiner Form (Bitte um Stellungnahme etc.) in das
Genehmigungsverfahrens einbezogen?
2. Hat der Kreis Warendorf Erkenntnisse über die Anzahl und Lage der
Bohrstellen, falls es zu einer Förderung der unkonventionellen
Erdgasvorkommen im Bereich Drensteinfurt kommt?
3. Welche Möglichkeiten gibt es seitens des Kreises auf das
Genehmigungsverfahren einzuwirken?
4. Wie beurteilt der Kreis die Einflüsse der Bohrungen auf die Umwelt, vor allem
die Grundwasserqualität?
5. Hat der Kreis schon Kontakt zu den im Kreisgebiet tätigen
Wassergewinnungsbetrieben aufgenommen und ihre Stellungnahmen eingeholt?
6. Sieht der Kreis bei einer Förderung von unkonventionellen Erdgas positive
Effekte für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Warendorf (Aufträge,
Arbeitsplätze etc.)?
7. Welche Maßnahmen der Gefahrenabwehr (bis hin zum Katastrophenschutz)
muss der Kreis vorsorglich treffen, um auf Unfälle bei den Probebohrungen und
der eventuellen späteren Erdgasförderung vorbereitet zu sein? Wer trägt diese
Kosten?
8. Welche Umweltschutz- und Sicherungsmaßnahmen müssen vom Betreiber für
die Lagerung und Verwendung der beim Fracking verwandten Chemilkalien
sicher gestellt werden? Hat der Kreis Informationen über Art und Menge dieser
Chemikalien?
9. Liegen dem Kreis Erkenntnisse vor, inwieweit die ausgebeuteten
Gesteinschichten/Flöze nach der Förderung zur CO2-Speicherung dienen
sollen?