Enttäuscht und verärgert zeigten sich die Mitglieder der LINKEN im Kreis Warendorf am gestrigen Donnerstag Abend bei ihrem Mitgliedertreff. Die SPD und die Grünen hatten kurz zuvor die Sondierungsgespräche auf Landesebene für gescheitert erklärt. Knud Vöcking, Vorsitzender des Kreisverbandes sagte: „Die Menschen, die die SPD, die Grünen oder die Linke gewählt haben, wollten einen Politikwechsel im Land. Politisch hätten die Inhalte zusammengeführt werden müssen. Leider hat man die Gespräche lieber vor die Wand gefahren.“

Auch in Berlin wurde die Nachricht vom Scheitern der Gespräche kritisch aufgenommen. Ingrid Remmers, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, sagte: „Dieses Gespräch war eine Farce. Es war von Anfang an als gescheitert geplant. Das Gespräch ist ja nicht beim vermeintlichen Demokratieverständnis unserer Partei stehen geblieben. Die DDR-Masche war nur der Versuch uns klein zu machen bevor man über Inhalte redet.“ Hannelore Kraft hatte vor der Presse nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und DER LINKEN erklärt: „Jetzt ist die Wahl vorbei, jetzt werden die Wahlprogramme einem Realitätscheck unterzogen!" Dazu Ingrid Remmers: „Frau Kraft nimmt das SPD Wahlprogramm nicht ernst. Mir scheint Frau Kraft will in Wirklichkeit Neuwahlen. Hätte sie das gleich gesagt hätte sie uns viel Zeit erspart.“

Eigentlich hatte der Kreisverband an diesem Abend das Stimmungsbild an der Basis für eine eventuelle Regierungsbeteiligung der LINKEN in Düsseldorf einholen wollen. Knud Vöcking: „Heute wurde eine Chance vertan Grundlagen einer vernünftigen Politik zu erarbeiten!“


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23.07.2010: Rüdiger Sagel in Ennigerloh