Wigand Busse, Vorstandsmitglied des Ortsverbands DIE LINKE Ahlen, erklärt zu den Äußerungen Berni Reckers, MdL, in der Ahlener Zeitung vom 20.07.2010:
In Hamburg hat eine elitäre, konservative Elterngruppe eine in den Grundzügen vernünftige Schulreform auch mittels falscher Behauptungen zu Fall gebracht. Doch dass der Landtagsabgeordnete Berni Recker hier in NRW versucht, in das gleiche Horn zu blasen, können wir nicht akzeptieren. Wenn er behauptet, dass es keine wissenschaftlich fundierten Beweise für die Vorteile von längerem, gemeinsamen Lernen gäbe, dann irrt Herr Recker. Internationale Vergleiche sprechen eine andere Sprache. Auch Herrn Recker muss bekannt sein, dass das Schulsystem in Deutschland eines der sozial ungerechtesten in Europa ist. Nirgendwo sonst haben Kinder aus Arbeiterfamilien und Kinder aus Einwandererfamilien so geringe Chancen auf gleichwertige Schulabschlüsse. Eine Entscheidung über die weiterführende Schule schon nach der vierten Klasse ist nur selten gut für Schülerinnen und Schüler, sondern fördert nur die Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft.
Daher wird sich DIE LINKE auch weiterhin für eine gerechtere Gestaltung des Schulsystems einsetzen. Dabei gilt es, die Menschen mitzunehmen auf den Weg, dass „Längeres gemeinsames Lernen möglichst für alle als Gewinn erfahrbar sein muss!“
Ahlener Infoabend mit Birke Bull: "Das gegliederte Schulsystem selbst ist eine große Lernbarriere"