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Hibakusha lockt über 50 Zuschauer ins LINKE Kino

Mit über 50 Zuschauern war der Kinosaal des CinemAhlen gut gefüllt als DIE LINKE im Kreis Warendorf am 18. März 2013 den Film „Hibakusha“ zeigte. Im Anschluss an die Dokumentation über den Super-GAU im japanischen Fukushima nutzten viele der Anwesenden die Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Neben Reiner Jenkel, der als Moderator die Gesprächsrunde leitete, standen Anne Bussmann von der Anti-AKW-Initiative WAF und Katrin Ganswindt von der Menschenrechtsorganisation Urgewald Rede und Antwort.

„Der Kampf ist noch nicht zu Ende. Auch in Deutschland steht der Atomausstieg immer noch auf wackligen Beinen,“ schlug Reiner Jenkel den Bogen zwischen der Situation in Japan und der hiesigen Diskussion um die Atomkraft. „Immer noch weigern sich die Agenda-Parteien den Atomausstieg im Grundgesetz festzuschreiben.“ Anne Bussmann ergänzte, dass jeder einzelne schon heute einen „privaten Atomausstieg“ vollziehen sollte: „Für uns als Privatpersonen muss die Konsequenz lauten, besser heute als morgen den Stromanbieter zu wechseln. Weg von den Atomkonzernen, hin zu Ökostromanbietern.“ Katrin Ganswindt lenkte den Blick auf die Finanziers der Atomindustrie. „Die großen Banken verdienen mit der Vergabe von Krediten an Atomkonzerne. Auch da kann und sollte man sich für eine alternative Bank entscheiden.“

Eingangs erklärte Jenkel den Namen des Films: „Hibakusha, dass ist eigentlich das japanische Wort für die Überlebenden der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki. Neuerdings wird es aber auch für Strahlenopfer des Super-GAUs in Fukushima gebraucht.“ Der Film zeigt einen Ausschnitt über das Leben in Japan ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima. Er zeigt Begegnungen mit Menschen, die aus reiner Profitgier, durch die Kumpanei von Politik und Atomlobby zu Opfern wurden. Er zeigt Gespräche mit Menschen, die sich gegen die Atomkraft wehren und mit Expertinnen und Experten, die kein Blatt vor dem Mund nehmen, wenn sie die Ursache und die Schuldigen der Atomkatastrophe benennen.