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Keine Abschiebungen ins Elend

"Willkommen zuhause", so der Titel des Films, den die LINKE Kreistagsfraktion am Donnerstag Abend im Telgter Bürgerhaus zeigte. Fast 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten sich eingefunden um den Film von Eliza Petkova zu sehen. Der zeigte die Situation von in den Kosovo abgeschobenen Roma und solchen, die noch in Deutschland leben. "An diesem Thema bleiben wir dran," versprach das LINKE Fraktionsmitglied Knud Vöcking abschließend.

Vorab machte Susanne Weber-Will vom Kreisflüchtlingsrat in einem kurzen Vortrag auf die besondere Situation von Roma aufmerksam. Diese seien größtenteils in den 90er Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien geflohen und lebten seitdem mit ihren Familien in Deutschland. Die Lage im heutigen Kosovo habe sich für die Minderheit der Roma nicht verbessert, jedoch unterzeichnete die Bundesregierung ein Rückübernahmeabkommen mit dem Kosovo. Seitdem werde abgeschoben. Besonders bemängelte Weber-Will, dass keine hinreichende Betreuung über den Abschiebetermin hinaus statt fände. Angesichts der Umstände, in denen die Roma im Kosovo, zusammen mit ihren zum Teil in Deutschland geborenen Kindern, leben müssen, sei ein Abschiebestopp dringend notwendig.

Der Film ermöglichte den Anwesenden einen Einblick in das Leben abgeschobener Roma im Kosovo und solchen, die in Deutschland von der Abschiebung bedroht sind. Keines der abgeschobenen Kinder besucht die Schule; meistens übernachten alle Familienmitglieder in einem Raum; medizinische Versorgung ist den Roma nur schwer zugänglich; die wenigsten besitzen ein Bad. Sogar fließendes Wasser in der Toilette zählt im Kosovo für Roma zum Luxus. Vöcking erklärte, dass man es nur schwer ertragen könnte, wenn Leute aus dem Kreis Warendorf in ein solches Elend abgeschoben werden würden.

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