Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Bauauschuss am 19.05.2016

Anfrage zur Verwendung des Stoffgemisches Woolit
zur Sitzung des Bauauschusses am 19.05.2016

Zwischen 2003 und 2012 haben verschiedene Ziegeleien Ziegelsteine mit dem Material Woolit® hergestellt.
„Woolit® ist ein Gemisch aus zerkleinerten z.B. beim Abbruch von Gebäuden anfallenden künstlichen Mineralfaserprodukten (Glaswolle, Steinwolle usw.) mit Ton, Gelatine, Wasser und Melasse (als Bindemittel). Das Stoffgemisch soll bestimmungsgemäß als Zuschlagstoff bei der Ziegelproduktion (neben anderen Zuschlagsstoffen wie z.B. Altpapier) für die Porenbildung sorgen.“ (Untersuchungen eines Zuschlagstoffes (Woolit®), welches künstliche Mineralfasern enthält, in einer Ziegelei – Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen). Das besagte Material wurde von den Firmen Hüning, Wienerberger, Jüwo und Lücking verarbeitet. Laut LANUV sind die vom Ministerium im Jahre 2012 untersuchten Proben aufgrund ihrer Zusammensetzung zu einem größeren Anteil krebserzeugend. Die gefährlichen Fasern werden überwiegend beim Schneiden, Anbohren und ähnlichen mechanischen Einwirkungen freigesetzt.

1. Gibt es kreiseigene Baumaßnahmen in besagtem Zeitraum, bei denen Ziegel mit dem Zuschlagstoff Woolit® verarbeitet wurden?

2. Wenn ja, um welche Baumaßnahmen handeltet es sich und in welchem Umfang kam das belastete Material zum Einsatz?

3. Welche Maßnahmen können von der Kreisverwaltung ergriffen werden, um mögliche Gesundheitsschäden von Nutzern dieser Gebäude abzuwenden?


Die Antwort der Verwaltung vom 24.06.2016:

"In Ihrer o. a. Anfrage möchten Sie wissen, ob es kreiseigene Baumaßnahmen im Zeitraum von 2003 – 2012 gab, bei denen Ziegel mit dem Zuschlagstoff Woolit® verarbeitet wurden.

Da der Bauausschuss verschoben wurde und nunmehr erst am 17.06.2016 tagen wird, möchte ich Ihnen bereits jetzt mitteilen, dass es in besagtem Zeitraum keine kreiseigenen Baumaßnahmen gegeben hat, bei dem die v. g. Ziegelsteine verarbeitet wurden. Dort wo derartige Ziegelsteine hätten verbaut werden können, wurde ausschließlich ein Kalksandstein verwendet.

Das einzige von uns hergestellte Ziegelmauerwerk ist das Verblendmauerwerk der Erweiterung des BK Warendorf 2010. Dort wurden jedoch Verblendziegel verbaut, in denen lt. Ziegelverband Woolit keine Verwendung fand. Zudem kamen die Ziegel nicht aus einem der von Ihnen genannten Ziegeleien, sondern von der Firma Janinhoff, Münster.

Für weitere Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung!"